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Freitag, 21. Juli 2017

Das Ohr mundete

Dies ist ein knusprig gebratenes Schweineohr. Unsereins steht nicht auf so etwas, aber Ronja hatte eines, eben im Löweneck in Zürich, wo es im Tapas-Angebot figuriert.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Das Walliser Monster

Die Bhutanbrücke über den Illgraben. Sie schwankt beim Begehen leicht.
Netter Schluss: Egli aus Raron in der
Brasserie im Hotel Ambassador, Brig.
Ich ass sie nach der Wanderung.
Wenn der Illgraben zum Leben erwacht, dieser vegetationslose Schlund, dann ist das schrecklich. Nicht Wasser kommt das Bachbett herab, sondern eine Art Verdauungsbrei, flüssiger Schlamm mit Baumstämmen und riesigen Felsbrocken. Man kann das hier anschauen, auf Youtube gibt es eine ganze Kollektion mit Murgängen aus dem Illgraben. Für die Leute des Dorfes Susten sind die Entladungen fast schon Routine, die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL hat ein Messsystem installiert. Eben war ich im Wallis und machte vom Bahnhof Leuk aus eine hübsche zweistündige Wanderung: auf der einen Seite des Grabens hinauf und auf der anderen Seite hinab. Ich genoss die Föhren des Pfynwaldes, den Anblick des Illhorns, die Tiefblicke in den Graben und natürlich die Bhutanbrücke am obersten Punkt, dem Wendepunkt der Route. Die Brücke aus dem Jahr 2002 ist 134 Meter lang; Gebetsfähnlein sowie ein Heiligtum mit einer Buddhafigur am östlichen Ende signalisieren, dass Know-how aus dem Königreich Bhutan in ihren Bau einfloss.
Messgeräte überwachen den Graben. Hinten in der Mitte das Illhorn.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Mit dem Wanderwagen nach Dänemark

René und sein Gepäckvehikel im Testbetrieb in der Ostschweiz.
(Foto: René P. Moor)
Wanderfreund, -blogger und -autor René P. Moor hat ein neues Projekt, er will von Basel zur Nordspitze Dänemarks wandern. Die Gepäckfrage scheint er gelöst zu haben: Er hat sich einen Wanderwagen zugelegt. Der Cart4go wiegt 4,7 Kilo, kann 32 Kilo laden, schafft es mit seinen robusten Rädern gut auch über holpriges, zum Beispiel wurzeldurchsetztes Terrain. So dass man René eigentlich nur noch viel Spass auf dem Weg in den Norden wünschen kann.

Dienstag, 18. Juli 2017

Routeninspirationen

Ideenreich: Wanderfritz.
(Screenshot der Homepage)
Super Sache! Mein Berner Freund Fritz "Wanderfritz" Hegi hat seine Homepage umgestaltet. Zentral im Redesign ist die Suchmaschine. Man kann Fritzens Routen nach Region, Aufwärtsmetern, Abwärtsmetern, Länge, Dauer, Schwierigkeitsgrad und Saison sortieren. Wer Routenideen braucht: Fritz inspiriert. Ich werde sicher ab und zu reinschauen und mir Anregungen holen.

Montag, 17. Juli 2017

Chur ist auch Byzanz

Bündner Kunstmuseum, Villa Planta: Oberlicht unter der Kuppel.
Nüchtern-eleganter Kontrast: Treppenaufgang im Erweiterungsbau.
Ein Auslandschweizer kommt in den 1870er-Jahren heim nach Chur, ein reicher Baumwoll-Industrieller. Und weil er lange in Alexandria geschäftet hat, also in Ägypten, lässt er sich eine Neorenaissance-Villa mit orientalischem Flair bauen: Da sind zum Beispiel zwei Sphingen, vor allem aber die byzantinisch angehauchte Kuppel mit einem Halbmöndli obendrauf. Heute ist die Villa Planta Teil des Bündner Kunstmuseums, ist also sozuagen demokratisiert; man kann als Normalsterblicher den Luxus von damals betrachten und geniessen. Ein zweites Museumshaus, der Sulser-Bau, wurde vor wenigen Jahren abgebrochen; er wich einem komplementären Neubau des spanischen Architekturbüros Barozzi/Veiga, der letztes Jahr eröffnet wurde. Der Museumsbesuch am Freitag war ein Vergnügen, es ist genug Platz um die grossartigen Gemälde und Skulpturen, das Licht fällt richtig, man geniesst die Harmonie von neu und alt und fühlt sich irgendwie als Mitbesitzer.
So hätte man auch gern gewohnt! Natürlich inklusive Gemälde.
Im neuen Teil: Hermann Scherer, "Mann und Weib", 1924.

Sonntag, 16. Juli 2017

Ich ass ein Rickli

Schleitheim, Schlaate im Dialekt, hat viel zu bieten, abgesehen von seiner anmächeligen Abseitslage im Schaffhauser Randengebiet. Zum Beispiel
  • das Gipsmuseum mit Bergwerksstollen
  • das "Schleitheimer Bekenntnis", das die täuferische Konfession formuliert; weltweit sind bloss vier Exemplare erhalten, eines davon ist in Schleitheim ausgestellt - von überall auf der Welt kommen Täufer, es anzuschauen
  • die Therme Iuliomagus, eben in aufgefrischter Form wiedereröffnet und besuchbar; über sie schrieb ich unlängst.
Kürzlich entdeckte ich eine weitere Attraktion aus Schleitheim. Eine essbare. Auf dem Schiff von Steckborn nach Schaffhausen nämlich hielten sie unter den süssen Snacks auch Schlaatemer Rickli bereit, längliche, in Öl gebackene Küchlein. Ein Rickli ist übrigens eine Öse, Schleife, Schlinge, was passt, wie mein Foto zeigt; das Gebäck ist gezöpfelt. Es schmeckt ähnlich wie ein Schenkeli.

Samstag, 15. Juli 2017

Die Frau von Chur


Im Moment bin ich viel unterwegs, Ferien, Sehhunger. Die Erlebnisse reihen sich so dicht, dass ich fast nicht nachkomme mit dem Verarbeiten der Fotos und der Bloggerei. Gestern war ich mit meinem Berner Freund Ch. in Chur im Bündner Kunstmuseum, es war, gelinde gesagt, fantastisch - sowohl die Architektur des Neubaus, die mit ihm verbundene alte Villa als auch die Kunst begeisterten uns. Vorerst hier bloss eine Aufnahme aus dem Museumsgarten. Die Statue "Weiblicher Torso" stammt natürlich von HR Giger, dem gebürtigen Churer, der den Film "Alien" visuell prägte und einen Oscar erhielt.